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Explosion in Beirut: US-Präsident Trump spricht von „Angriff“

Die Bilder der Explosion am Beiruter Hafen gingen um die Welt. Eine gigantische Druckwelle brachte Gebäude in der Umgebung zum Einstürzen und der Knall war noch bis ins griechische Zypern zu hören. Es ist nicht überraschend, dass die Berichterstattung nicht stillsteht. Natürlich hat sich auch US-Präsident Donald Trump zur Explosion geäußert und sprach dabei von einem „Angriff“. Allerdings ruderte die USA nun zurück.

 

„Angriff“ oder „Unfall“?

In der libanesischen Hauptstadt Beirut kam es zu einer gewaltigen Explosion am Hafen, wobei die genauen Hintergründe noch nicht geklärt wurden. Experten gehen davon aus, dass es sich um eine Ammoniumnitrat-Explosion handelte, denn rund 2.750 Tonnen des explosiven Stoffes waren am Hafen gelagert. Jedoch laufen die Ermittlungen aktuell noch auf Hochtouren. Das war aber kein Grund für Donald Trump nicht schon einmal ein paar Spekulationen zu äußern. Kurz nach dem Vorfall sprach er davon, dass es sich um einen „Unfall“, aber auch einen „Angriff“ handeln könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt wisse das noch „niemand“. Außerdem gab er in seiner Nachricht an, dass es sich „um eine Art Bombe“ gehandelt hätte. Allerdings hat zuvor schon US-Verteidigungsminister Mark Esper Trump widersprochen und sagte in einem Interview: „Ich informiere mich im Moment über alles, was passiert ist“. Weiter gab er in den News wieder: „Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es ein Unfall war.“

 

Nachrichtensender widersprach

Auch der Nachrichtensender CNN widersprach direkt dem Präsidenten, denn drei anonyme US-Verteidigungsvertreter gaben an, dass Trumps Aussage nicht korrekt sei. Es kam weder zu einem Angriff noch einem Anschlag. Weiter wurde gesagt, dass der Schutz von US-Truppen sowie US-Einrichtungen im Libanon sofort verstärkt werden würde, hätte es sich um einen Bombenangriff gehandelt. Das war aber nicht der Fall. Auch, wenn bekannt ist, dass es sich nicht um einen Angriff oder Anschlag handelt, muss immer noch die genaue Ursache geklärt werden. Immerhin wurden bei der Explosion mindestens 113 Menschen getötet und mehr als 4.000 Personen verletzt. Aber auch der Sachschaden ist nicht gerade klein. Großteile des Hafens liegen in Schutt und Asche, stattdessen macht sich ein rund 43 Meter tiefer Krater breit. Zudem litten die umliegenden Gebäude, wie durch zerstörte Scheiben, herumfliegende Einrichtung und mehr.